Montag, 6. Mai
Beginn 20 Uhr
Eintritt 6 € / erm. 4 €
Antiquariat am Ballplatz, Am Ballplatz 5b
Mainz

Eine nervöse Unruhe ist die Triebfeder der Popkultur, die Suche nach Neuem, Flucht vor der Gesellschaft, die Ausbildung von Sehnsuchtsorten: San Francisco 1965, New York 1976, London 1977, Detroit 1985. Diese nervöse Unruhe, Heebie-Jeebies, trieb auch die jüdischen Protagonisten der Subkulturen um, das Gefühl, nirgendwo dazuzugehören, immer gleichzeitig draußen und drinnen zu sein: in der Popkultur wurde dieses Gefühl der Bedrohung produktiv gemacht. Das Buch »We are ugly but we have the music« begibt sich auf die Suche nach diesen nervösen jüdischen Spuren in den Subkulturen des 20. Jahrhunderts und fragt gleichzeitig nach der Jewishness von Popkultur, um nicht zuletzt zur Antwort auf die Frage beizutragen, was jüdische Identität im Zeitalter der Post-Shoah eigentlich ist.

Eine Buchpräsentation mit den Herausgebern Jonas Engelmann und Peter Waldmann voller Fundstücke und randständiger Einordnungsversuche.